
Der letzte Schnee verzieht sich langsam und die Sonne blitzt öfter zwischen den Winterwolken hervor. Derweil neigt sich der Fashion-Week-Wahnsinn in den Modemetropolen allmählich wieder dem Ende zu. Höchste Zeit also, den eigenen Kleiderschrank einer genauen Prüfung zu unterziehen. Während die Designer jedoch bereits von Kopf bis Fuß auf den Winter 2013/2014 eingestellt sind, stellen wir die Frage: Are you ready for spring? Jein?? Kein Problem, wir machen euch fit mit den wichtigsten Die Trends des Frühlings und Must-haves strictly for men. Let’s go!

1. True colors
Schaut man auf die Farbpaletten der Trendgurus von Pantone, wird rasch klar, dass es bei den Männern vor allem um eine Balance zwischen beruhigend neutralen Tönen und leuchtenden Akzenten geht. Ob „Tidal Foam” (dt. „Gischt”) oder Smaragdgrün, „ergraute” Jade oder diesiges Blau. Diese Basis ergänzen „Monaco Blau”, Aluminiumgrau und Leinenweiß. Aufregende Blickfänger wie Klatschmohnrot, knalliges Orange und Sonnenblumengelb leuchten gekonnt von der gedeckten Leinwand der übrigen Trendfarben des Frühlings 2013.

2. Keine Angst vor bunten Jeans
Eine blaue, eine in Khaki, vielleicht noch ein schwarzes und ein graues Paar – so sieht das Standard-Jeans-Repertoire aus. Wie wäre es mal mit einem Lichtblick in tangerine oder Türkis? Das Beste: Ihr braucht kaum etwas am Rest eures Outfits zu ändern, denn wie beim color blocking fügt sich eine farbenfrohe Jeans bestens ein. Ängstliche Gemüter starten mit dunklem Grün oder Bordeauxrot.

3. Comeback der Jeansjacke
Das denim jacket erlebt 2013 einen zweiten (oder siebten?) Frühling. Nicht nur Designerlabel wie Calvin Klein kombinieren die Jacke im Used-Look jetzt zu braven Stoffhosen in Grau oder Schwarz. Merke: Die Heavy-Metal-Aufnäher bleiben aber bitte in der Schublade mit der Aufschrift „Jugendsünden”!
4. Kopf hoch
Im Winter steckt die Haarpracht eh unter Kapuzen, Mützen, Snowboardhelmen. Vom „Pornobalken” Rauschebart, den ihr euch für das „Movember”-Projekt habt wachsen lassen, ganz zu schweigen. Doch nicht nur die Garderobe verdient einen Frühjahrsputz, auch der Schopf und visage sollten einem kritischen Blick unterzogen werden. Also vertraut euch einem Profi an und lasst euch einen Schnitt verpassen, der dekorativ rauswächst. Und wer hätte gedacht, was für ein hübscher Kerl unter der Gesichts-Teppichfliese steckt, richtig?!
5. Steck’s ein
„Ein Herz für Brusttaschen” und „Nicht ohne mein Einstecktuch” lauten wichtige Stilregeln in diesem Frühjahr. Ob reinweiß oder dezent gepunktet – Sakkoträger gehen (bitte) nicht mehr ohne, denn dieses Outfit-Upgrade ist so einfach wie wirkungsvoll.

6. Floral Prints
Stopp! Jetzt bitte nicht gleich in Papas (oder gar Opas) alten Seventies-Hemden wühlen, die Blumenmuster anno 2013 haben wenig mit der Hippie-Deko von einst gemein. Und mit dem Dessin einer Damenbluse schon gar nicht. Schmale Passform, eine sorgfältig hochgekrempelte Khaki-Hose und blumige Designs wie die von Bottega Veneta – fertig. Wer mag und keine Angst vor BRuno-Mars-Witzen hat, gönnt sich gleich noch einen Fedora.
7. Kein Solo-Polo
Keinen Platz mehr unter den Frühlingslooks for men hat das Polohemd OHNE Sakko oder wenigstens Pullover. Es sei denn, ihr schlagt gerade auf irgendeinem Golfplatz ab. Ihr wollt es lässig angehen lassen und habt Angst vor dem Stigma „underdressed”? Ein sommerlich leichter Blazer und ein Button-down-Hemd (auch ohne Krawatte) in hellen, sanften Farben bleiben auch 2013 eine erprobte Strategie.
8. Totes for boys
Schenkt euren Rucksack dem Neffen oder kleinen Bruder und investiert in eine tote bag aus Leder. Keine Panik, das ist eine schmale, rechteckige Tasche mit längeren Henkeln. In ihr trägt man(n) Dinge. Durchatmen.
9. Der Metallic-Look
Ob auf Jacken oder Accessoires, um Details mit Metallic-Effekt kommt ihr diesen Frühling und Sommer schwer herum. Die schimmernden Highlights garantieren ein auffallendes Styling. Hugo Boss etwa kombiniert die metallic Effekte mit schlichten und schmalen Schnitten, bei US-Designer Thom Browne stolzieren gar silbern bemalte Faune auf dem Laufsteg.
10. Muttertags-Chic
Am 12. Mai ist Muttertag und selbst wenn für kostspielige Geschenke oder Restaurantbesuche kein Geld bleibt, dann lasst wenigstens Jeans, T-Shirt und Turnschuhe daheim und werft euch für la mamma ein klein wenig in Schale. Vielleicht gar mit Krawatte?! Sie hat’s verdient.
11. Schluss mit „Ahoi”
Bootsschuhe sind klasse, das wissen wir.. Seit der Studienzeit haben sie euch gute Dienste geleistet, waren ganz ohne Strümpfe und zu langen wie kurzen Hosen immer cool. Manchmal habt ihr euch beim Anblick eurer Docksides vielleicht kurz eingebildet, einen Zweimaster zu steuern – und die U-Bahn um euch herum vergessen. Doch jenseits von Jolle und Yachthafen empfehlen wir dringend geschnürtes Schuhwerk. Und das darf auch gern etwas mehr kosten. Hm?












