
Die Jamaikaner feiern in Kensington, die Deutschen in den Docklands und die Niederländer im Alexandra Palace. Nahtlos! London-Korrespondentin Ilka Wiese sagt Ihnen, wo Sie mit den Olympioniken zusammen um Gold-Medaillen im 28-Tage-Party-Marathon „kämpfen” können. Und wer ein Paar extrem stilvolle Patriot Spinnaker Docksides von Sebago gewinnen will – im passend britischen Design – der liest diesen Artikel bis gaaaanz zum Schluss. Viel Glück!

Brasilianische Rhythmen im Somerset House
Wäre partying eine Olympische Sportart, dann würden die Brazilianer sicherlich stets alle Medaillen in dieser Disziplin abräumen. Dieses Land brachte der Welt Gisele Bündchen und Caipirinhas, daher erwarte ich, dass die heißesten Parties im Headquarter der brasilianischen Mannschaft in Somerset House stattfinden. Samba, Live Musik und sehr viel Cachaça stehen auf dem Programm. Als Austragungsland der Olympischen Spiele 2016 muss Brasilien der Welt zudem beweisen, dass es den Zuschlag zu Recht erhalten hat. In den Embankment Galleries, im Süd-Flügel vom Somerset House, gibt es brasilianische Kunst und Design aus dem 21. Jahrhundert zu bewundern. Sumerset House, The Strand.

Schweiz: Jodeln in der Glaziers Hall
Die Schweizer sind in die Glaziers Hall eingezogen, ein an der Themse gelegenes Lagerhaus im Südosten Londons, und haben die umliegenden Gassen komplett in ihrer Nationalfarbe Rot dekoriert. Es gibt ein umfangreiches Programm – vom Jodelwettbewerb, über Puppentheater bis hin zu Rockkonzerten. Das Essen kommt vom Restaurant Mosimann’s, dem bevorzugten Caterer von Prinz Charles. Röstis, Käse-Fondue und andere Schweizer Spezialitäten zaubern zwar keine Athletenfigur, sind aber genau das richtige Mittel gegen das bitterkalte Wetter, das London in diesem Jahr heimgesucht hat. Ein absolutes Muss ist der Besuch des nahegelegenen Borough Market! Ich kenne keinen Londoner, der diesen Wochenendmarkt an der Themse nicht liebt.
Glaziers Hall, 9 Montague Close, London Bridge

Italienische Nächte in der Queen Elizabeth II Conference Hall
Rom möchte Austragungsort der Olympischen Spiele 2020 werden. „Casa Italia“ soll daher der Welt beweisen, dass die Italiener auch ohne Bunga Bunga eine ordentliche Party feiern können. Sponsoren der Veranstaltungen sind u.a. Giorgio Armani und Fiat. Das ganze verspricht also, eine sehr elegante Angelegenheit mit großen Mengen Campari und Cicchetti zu werden. Besucher der Casa Italia können sich in der „Made in Italy“-Ausstellung an einem breiten Angebot an Wein und Essen aus Italien erfreuen, doch allein der Blick auf die den Big Ben ist ein Besuch wert. The Queen Elizabeth II Conference Centre, Broad Sancturay, Westminster
Belgisches Bier in Middle Temple
Wer mehr Interesse an Prinzen als an Athleten hat, sollte sich zum imposanten Middel Temple in aufmachen, das in den nächsten vier Wochen in Belgium House umbenannt wird. In der Kulisse des Films „Der DaVinci-Code” haben normalerweise Anwälte ihre Büros, doch im Juli und August steigen in den Gärten und Sälen der alten Gebäude eine Reihe von sehr glamourösen Partys. Die Gästeliste wird von der belgischen Königsfamilie angeführt. Belgien nutzt die Zeit in London gleichzeitig, um sich als „Paradies für Radfahrer“ vorzustellen: Besucher des Belgium House auf der Middle Temple Lane können mit Hilfe eines Video-Simulators durch belgische Landschaftenradeln. ()

Man spricht Deutsch in den Docklands
Die eindrucksvolle MS Deutschland wird in den West India Docks liegen, während die deutsche Mannschaft sich im nahegelegenen Museum of London einquartiert hat. Das „Deutsche Haus und Fan Fest“ organisiert dank Großleinwand, Bierzelten und Bratwürsten eine Party für alle deutschen Fans, die keine Tickets für die Sportveranstaltungen in den Stadien bekommen haben. Und weil die Modemarke Bogner als offizieller Ausstatter recht farbenfrohe Outfits wählte, dürften das recht bunte Abende werden.

Schnell, schneller, Jamaica
50 Jahre Unabhängigkeit und – hoffentlich – einen Olympiasieg des schnellsten Manns der Welt, Usain Bolt, wird Jamaika in der 02 Arena feiern. Reggae, Ska und Dub und jede Menge Spaß versprechen die Konzerte von Damian Marley (am 26. Juli) und Jimmy Cliff (6. August). In der Bob-Marley-Ausstellung kann man unter anderem dessen berühmte LesPaul-Gitarre bewundern. Am besten nimmt man für die Anreise den Clipper, das Boot der öffentlichen Verkehrsmittel, und bewundert die Londoner Kulisse vom Wasser aus.

Bier ohne Ende im Holland-Heineken-House
Niemand sieht in Orange gut aus, besonders, wenn das Outfit mit Kostümschminke im Gesicht und einer Afro-Perücke gleicher Farbe kombiniert wird. Aber Holländern ist das egal, wofür man sie irgendwie gern haben muss. Sie lieben ihre Nationalfarbe, und mit jedem Stück Orange, das sie tragen, feiern sie noch ausgelassener. Daher erschien den Organisatoren der etwas abseits gelegene Alexandra Palace sicher auch als die perfekte Location für ihr Heineken House: Inmitten einer 196 Hektar großen Parkanlage gelegen, können die niederländischen Sportfans dort unter sich bleiben und laufen geringe Gefahr, mit den Fans anderer Nationen zusammenzustoßen. Im Park gibt es auch Cafes und Restaurants, die niederländische Spezialitäten wie, äh… Edamer und hm… Pommes Fritz mit Majo servieren. Um in diesen kulinarischen Genuss zu kommen, muss man sich aber mit einem Holländer zusammentun, da nur der niederländische Pass den Einlass ermöglicht. Vielleicht braucht ja Lara Stone (die selbst in Orange noch top aussieht; Foto: GQ) noch eine Begleitung?

Ooh La la: Frankreich
Die Franzosen bringen ihren haute stile, ihre culture und cuisine ins Zentrum von London. Sie haben sich im Old Billingsgate, dem einst weltgrößten Fischmarkt, eingemietet. Dort werden die Spiele live übertragen und die Fans mit französischen Spezialitäten versorgt (dieu merci!). Das French House dient gleichzeitig als Medien-Zentrum der Franzosen, so dass mit Glück französische Athleten, wie der Schwimmer Camille Lacourt (Foto: Giampaolo Vimercati) bei einem Interview beobachtet werden können. Ein Besuch lohnt sich auch im „echten“ French House, einem alten Pub im Herzen von Soho. Vielleicht sehen wir uns dort, denn das ist meine Lieblingskneipe im Zentrum von London. Old Billingsgate, 1 Old Billingsgate Walk

Afrika, Afrika!
Das Africa House werde ich definitiv besuchen. In die 5000 Quadratmeter große Halle im Hyde Park quetschen sich alle 53 afrikanischen Teilnehmerstaaten… Klingt nach dem sicheren Rezept für eine große Party, oder?! Speisen aus allen Ecken des Kontinents werden zu traditioneller Musik (von Berber-Weisen bis zu ethiopischen Volksliedern) serviert. Und abends können Besucher die Medaillengewinner des Tages treffen. Nach den Olympic Games 2008 zu urteilen, sollten die Chancen darauf äußerst gut stehen.

Russland
Auch die Russen haben sich im Hyde Park niedergelassen. Auf dem Feld vor dem Kensington Palace wird das Land insbesondere Sochi, den Austragungsort der nächsten olympischen Winterspiele, vorstellen. Passenderweise kann man im Zelt nicht nur eine Schlittschuhbahn besuchen, sondern auch Snowboarden und sich an Ice Curling versuchen. Im Hochsommer? Why not! Auch Modenschauen und Life-Übertragungen von den Wettkämpfen soll es geben. Wer auf ein ausschweifendes Wodka-Fest hofft, wird enttäuscht, denn der Hyde Park wurde zur Alkohol-freien Zone erklärt. Mal sehen, wie genau es die Russen mit diesem Verbot nehmen …
Das Beste zum Schluss: Irish Charm in der Big Chill House
Do losers have all the fun? Der Location-Name deutet es an. Und nach dem desaströsen Auftritt Irlands beim letzten Eurovision Song Contest mit hyperaktiven Zwillingen zu urteilen, ist es den Iren offenbar wichtiger, total entspannt Spaß zu haben als zuerst über die Ziellinie zu laufen. Also erwartet viel Guinness und keltische Gastfreundschaft im The Big Chill House, das Irland für den nächsten Monat sein olympisches Zuhause nennt! Im Big Chill House gibt es keine Nachtruhe für Athleten und Fans. Im Gegenteil: Von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts wird hier gefeiert. Tagsüber gibt es Barbecues auf der Dachterrasse und abends Konzerte. Mit großen Leinwänden, weichen Sofas – und ohne die umher hüpfenden Jedward-Brüder – wird das sicherlich lustig.
The Big Chill House, 257-259 Pentonville Road/King’s Cross
[big_box title="GEWINNSPIEL sponsored by SEBAGO" bgcolor="#011c77" txtcolor="#ffffff"] In den Landesfarben des Olympia-Gastgebers Großbritannien leuchtet der Patriot Spinnaker Docksides von Sebago, als Clou prangt auf der Sohle sogar noch der Union Jack. Und ihr könnt ein Paar dieses limitierten Modells in eurer Größe gewinnen – anlässlich der Sommerolympiade 2012 in London. Verratet uns einfach bis zum 12. August 2012, bei welcher olympischen Sportart ihr besonders mitfiebern werdet. Dann noch eure Schuhgröße, Namen und E-Mail – das war’s. Wir drücken euch und den Athleten in der britischen Hauptstadt ganz fest die Daumen!
Und hier noch ein paar Details zum Preis: Zweifarbiges Oberleder, rutschfeste transparente Bootsohle mit Union Jack, farbiges Innenfutter, Rohleder-Schnürsenkel, handgenähte Mokassinform … Einfach cool![/big_box]
Teilnehmen dürfen nur Nahtlos! Leser über 18 Jahre, die Gewinner werden ausgelost und persönlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.













