Bhutan Boys: Bei Louis Vuitton ruft im Männer-Winter 2013 der Berg

Louis Vuitton
Der Style/Die Show: Grand Palais, Punkt 14.30 Uhr. Im Hintergrund des Laufstegs von Louis Vuitton ragte ein riesiges Schwarz-Weiß-Bild des Himalaya empor, umgeben von Nebelschwaden. Das erste Scheppern der Musik tat zwar in in den Ohren weh, aber was danach folgte war nur noch pures Vergnügen und eine wahre Materialorgie! Kaschmirmäntel mit Schneeleopardenmuster, abnehmbare Fellkrägen, voluminöse Bombersteppjacken mit Lederelementen, schwere Derby-Boots in Krokoleder, Ponchos aus Yakwolle und mit Fuchsfellkapuze, Parkas mit Nerz-Innenfutter, Zitate lokaler Muster, Jacquard-Seidenmorgenmäntel, bestickte und handgeknüpfte Weekender… Man hätte am liebsten die Hände ausgestreckt und alles angefasst!

Dazu gab es hübsche Bergsteiger-Details wie Gürtel mit Karabinerhaken oder große Wander-Rucksäcke. Der intensive Print „Garden of Hell” der zwei Künstler Jake und Dinos Chapman sorgte für nötige Opulenz. Nette Anekdote nebenbei: Für seine Herbst/Winter-Kollektion für Louis Vuitton reiste Designer Kim Jones übrigens tatsächlich in das Königreich Bhutan, um sich inspirieren zu lassen. Es sei der einzige Ort, an dem es noch Schneeleoparden gibt, so Jones. Deshalb machte er die seltene Raubkatze kurzerhand zum Leitmotiv seiner Herrenmode für Fall/Winter 2013/2014.

Must-Have: der Parka mit Nerzinnenfutter. So weich, dass ich ihn glatt mit ins Bett nehmen würde.

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